Wie wir mit der Asiatischen Hornisse umgehen
Alle unsere Aktivitäten in Zusammenhang mit der Vespa velutina nigrithorax
Sichtung / Nest der Velutina melden (Land und Nestentferner Albbruck)
Meldestelle Umweltministerium
(Der Link zum Umweltministerium funktioniert nicht zuverlässig, aktuell aber mit Google Chrome oder Firefox (Link kopieren und in Browser-Adresszeile eintragen). Bitte bis auf weiteres über den Formular-Link Nestentferner Albbruck Kontakt aufnehmen — Danke!)
Formular Nachricht an Nestentferner Albbruck
Unsere Nestentferner
Aus aktuellem Anlass hat sich eine Arbeitsgruppe ’Nestentferner Albbruck’ gefunden, um diesjährige und kommende Nester aufzuspüren und die Entfernung zu koordinieren.
Auf dieser Seite berichten wir über unsere Aktivitäten
Der Hornissendreiklang (27.05.2026)
Am Mittwoch, 17. Juni um 19:00 Uhr findet bei der Siedlergemeinschaft im Siedlerheim Hattelstrasse 19 in Dogern eine Informationsveranstaltung zur Vespa Velutina nigrithorax (Gelbfußhornisse/Asiatische Hornisse) statt. Gartenbesitzer sind geradezu ideal für die Beobachtung, da auf Gartengrundstücken zahlreiche Siedlungsmöglichkeiten bestehen. Hier eine — unvollständige — Auflistung, wo bereits Velutinas gefunden wurden:
Hecken, Gartengrills, Gartentruhen, Schuppen, Dachvorsprünge, Kanaldeckel, Erdlöcher, Nistkästen…
Im Vortrag wird auch darauf eingegangen, wie die Hornisse mittels Dochttöpfen erkannt und auf Nestsuche gegangen werden kann, wobei einige Vorsichtsmaßnahmen getroffen sein müssen. Auch die Möglichkeiten der Nestentfernung werden erläutert.
Die Gelbfußhornisse (Vespa Velutina nigrithorax) ist auch bei uns in Albbruck und Umgebung angekommen. In den letzten Wochen konnten unsere Mitglieder schon zahlreiche Exemplare fangen und abtöten. Diese sind zur Zeit noch hauptsächlich überwinterte Königinnen, und jede Gefangene bedeutet mit Wahrscheinlichkeit ein Nest weniger. Diese Königinnensuche ist also eine sehr wichtige Vorsorgemaßnahme im Spätwinter und Frühjahr!
Die Bekämpfung der Velutina besteht im Wesentlichen aus drei Elementen, die aufeinander aufbauen:
Der Grundton: Feststellen von Beflug
Das Monitoring kann zur Geduldsprobe werden, da wir ja eher zufällig einen Besuch erkennen (als Rentner hat man ja keine Zeit, vier Stunden am Dochttopf zu sitzen). Es kann länger dauern, bis eine Velutina gesehen und erkannt wird. Da Fallen nicht erlaubt sind, bleibt eigentlich nur das Beobachten des Dochttopfes.
Erfreulicherweise gibt es trickreiche Bienenbastler, die raffinierte Lösungen veröffentlichen. Zwei davon haben wir in der Erprobung und auch im Praxistest:
Beide arbeiten mit KI zur Erkennung von Crabro oder Velutina, eine lokal mit einem Raspberry Pi — Computer, die andere mithilfe einer Cloud und eines kleinen Kameramoduls.
Hier die Variante von https://velutina-detektion.ch
Bei Sichtung einer Hornisse entscheidet die KI ob Crabro oder Velutina und verschickt eine Email mit Bild:
Hornissenmeldung Dogern (Bienenhaus Alte Strasse)
Auf dem beigefügten Bild wurden am 22/05/2026 um 08:07:38 Uhr 1 Europäische Hornisse(n) entdeckt.
Detektionsliste seit letztem Mail:
08:02:37 | Europäische Hornisse: 2 90%
08:03:41 | Asiatische Hornisse: 1 88%
08:04:37 | Europäische Hornisse: 1 86%
08:05:39 | Europäische Hornisse: 1 91%
08:06:41 | Europäische Hornisse: 1 91%


Wie man weiß, frißt die KI tüchtig Energie, weswegen die Software bei Dunkelheit abschaltet, aber dennoch braucht es eine leistungsfähige Stromversorgung per Solarpanel und dickem Akku…
Eine neue Variante gibt es auf der Website von https://hivora.eu/
Nach Einrichten eines Accounts und dem Nachbau der gut geschriebenen Anleitung erhält man diesen kleinen Garten’pilz’ mit Kamera, der seine Bilder und Daten sowohl intern auf dem verbauten Prozessor ESP32-S3 als auch auf einem externen Server analysieren und eventuelle Hornissen bestimmen kann, wodurch auch ein Offline-Betrieb mit auszulesender Micro-SD Speicherkarte möglich ist. Diese Lösung ist deutlich kostengünstiger als die erste Variante! Aber auch hier ist die Anbindung an Internet und der Energieverbrauch ein Kriterium und (noch) nicht ganz gelöst und in Bearbeitung. Also, es bleibt spannend — es tut sich viel!

Die Terz: Suchen (und hoffentlich finden des Nests)
Hierfür haben wir unsere ’Vogelhäuschen’ erstellt, mit dem markierte Hornissen beobachtet und verfolgt werden können um die Flugzeit und damit die Entfernung und Richtung zu bestimmen, in der das Nest liegen dürfte.Diese ’Nestfinder’ haben wir am 01.03.2026 hier vorgestellt.

Die Quint: Die Nestentfernung
Unsere Ausrüstung zur Nestentfernung kommt von der Firma VeluLance.de und wird Ende Mai geliefert. Mit der entsprechenden Schutzausrüstung hoffen wir, den gefundenen Nestern zuleibe rücken zu können. Alle drei gängigen Methoden stehen uns hierbei zur Verfügung: Wasserdampf, Aktivkohle oder Absaugung.





Hightech, KI und die Velutina… (18.03.2026)
In den letzten Wochen und Monaten ist viel Neues und Interessantes in Hinblick auf die Begrenzung der Gelbfußhornisse (Vespa Velutina nigrithorax, Asiatische Hornisse) entstanden und es gibt erfreulich viele Tüftler und Bastler unter den Imkern mit einer Neigung zur Computertechnik. Im Umfeld derVelutina-Army.de ist ein großartiges Monitoring- und Berechnungssystem entstanden, welches Teamarbeit bei der Nestsuche, Dokumentation Entfernung des Nestes und Nachbereitung in sich vereint: das VelutinaPortal.eu
Zugegeben, auch der Webmaster der alb-biene tut sich noch etwas schwer mit dem Durchstieg der vielen Möglichkeiten, aber nachdem ein Teil der umfangreichen Vorarbeiten getan ist, zeigen sich allmählich die vielen Vorteile dieses Systems. Bei Neuigkeiten werden die Mitglieder des Imkervereins Albbruck-Dogern ausführlich informiert.
Im Dreiklang Suchen — Finden — Entfernen bildet der Bereich Suchen noch die Unklarheit, dass erstmal Hornissen gesichtet, markiert und Zeiten gemessen werden müssen, bevor ein Nest ungefähr berechnet werden kann.
In Zusammenarbeit mit dem ’Vogelhäuschen’ — Nestfinder aus dem letzten Beitrag läßt sich ein Puzzleteil mehr einpassen: Die Flugzeiten von Hornissen können automatisiert erfasst werden, sowohl von ’gemütlichen’ als auch von ’sportlichen’ Exemplaren. Haben die Tiere ihren QR-Tag auf dem Rücken können sie etliche dokumentierte Flüge zwischen Locktopf und Nest vornehmen. Da mit drei Stationen gearbeitet werden kann, bekommen wir so sehr viel mehr Information.
Wird im nächsten Schritt mit dem VelutinaPortal die Flugrichtung eingetragen entsteht ein ziemlich genau umrissenes Gebiet, in dem vermutlich das Nest zu finden ist.
Das VelutinaPortal organisiert Teams und kann den Mitgliedern Locktöpfe zuordnen so dass hoffentlich ein wachsendes Netzwerk an Beobachtern und Meldern entsteht.
Erste Jungköniginnen der Vespa Velutina gesichtet! (04.02.2026)

Wie zu erwarten, tauchen bereits die ersten Jungköniginnen der Vespa Velutina auf.
Weitere Informationen hier auf diesem Link
Besonderes Augenmerk gilt Holzstapeln mit Brennholz und generell allen Arbeiten mit Holz und Stämmen. Auch erste Gartenarbeiten bitte mit großer Aufmerksamkeit durchführen und Tiere melden und ausschalten. (Aber bitte nur Vespa Velutina!). Insbesondere dort achtgeben, wo im letzten Jahr ein Nest gesehen wurde — oder jetzt noch das ausgestorbene Sekundärnest im Baum hängt. Im Umkreis von ca. 250m ist mit Jungköniginnen in Winterruhe zu rechnen! Später, wenn sie wach sind und auf Nestgründung gehen, können sie beträchtlich Entfernungen zurücklegen.
Also: jetzt sind die Erfolge am Nachhaltigsten. Jede gefundene Jungkönigin erspart uns viele Probleme und Arbeit!
Im Hotzenwald findet sich zur Zeit eine Gruppe von Personen, die sich zur Nestsuche und ‑entfernung zusammenschliessen. Wissen wird ausgetauscht, Materialien und Beratung sind in Vorbereitung. Und natürlich freuen wir uns über weitere MitstreiterInnen.
Versteckte Anfänge: Warum der Blick unter den Dachvorsprung jetzt den Sommer rettet (19.01.2026)
Während die Natur im Juni voll erblüht, festigt eine invasive Art ihre Präsenz in unserer Region: Die Asiatische Hornisse (Vespa velutina). Bevor die Völker im Hochsommer in die Baumwipfel abwandern, bauen sie kleine „Primärnester“ in Bodennähe. Der Imkerverein Albbruck ruft nun die Bevölkerung zur aktiven Mithilfe auf – denn wer jetzt genau hinschaut, leistet einen entscheidenden Beitrag zum Artenschutz. Die Asiatische Hornisse ist gekommen, um zu bleiben. Doch wie stark sie sich ausbreitet, hängt maßgeblich davon ab, wie früh ihre Nester entdeckt werden. Bereits jetzt, im Januar werden erste Königinnen gesichtet, vorzugsweise an Stellen, in denen sich schon im Vorjahr Nester befunden haben. Im Frühjahr befindet sich die Entwicklung der Kolonien in einer kritischen Phase: Die aus dem Winterschlaf erwachten Königinnen haben ihre ersten Arbeiterinnen aufgezogen. Die noch kleinen Völker bewohnen nun sogenannte Primärnester.

Suche in Augenhöhe
„Diese ersten Nester sind zu diesem Zeitpunkt noch klein, etwa so groß wie ein Tennisball oder eine Grapefruit“, erklärt Herbert Gramsch, Fachkraft für Monitoring und Bekämpfung der Asiatischen Hornisse. Das Besondere: Im Gegensatz zu den späteren, riesigen Sekundärnestern, die meist in über 20 Metern Höhe in Baumkronen hängen, befinden sich die Primärnestern oft an geschützten, vom Menschen geschaffenen Stellen oder in niedriger Vegetation.
Typische Fundorte, an denen jeder fündig werden könnte, sind:
- Geschützte Nischen: Unter Dachvorsprüngen von Gartenhütten, Carports oder auf Dachböden.
- Hohlräume: In ungenutzten Nistkästen, Gartentruhen oder hinter Fassadenverkleidungen.
- Niedriges Gebüsch: In dichten Hecken oder Sträuchern, oft in Augenhöhe.
Erkennungsmerkmale: Dunkler Körper, gelbe Beine
Um Verwechslungen mit der streng geschützten heimischen Hornisse (Vespa crabro) zu vermeiden, hilft ein genauer Blick auf die Optik. Die Asiatische Hornisse ist etwas kleiner und wirkt insgesamt deutlich dunkler. Ihr Körper ist fast schwarz, mit einer breiten orange-gelben Binde am Ende des Hinterleibs. Das markanteste Merkmal sind jedoch die Beine: Diese sind an den Spitzen leuchtend gelb gefärbt – als trage das Insekt „gelbe Socken“.
Wichtige Sicherheitshinweise: Beobachten, nicht eingreifen
Der Umgang mit der invasiven Art erfordert Sachverstand. Die Experten betonen dabei eine wichtige Unterscheidung im Verhalten der Tiere:
- Außerhalb des Nestes: Auf der Suche nach Nektar oder Beute ist die Asiatische Hornisse generell sehr friedfertig und eher scheu. Einzelsichtungen an Blüten oder im Garten sind kein Grund zur Besorgnis; die Tiere können hier meist in Ruhe beobachtet und fotografiert werden.
- In Nestnähe: Hier schaltet das Volk auf Verteidigung um. Werden Nester durch Erschütterungen oder eine Annäherung auf unter drei bis fünf Meter gestört, sind die Hornissen äußerst verteidigungsbereit.
Wichtig: Nester dürfen unter keinen Umständen in Eigenregie entfernt werden! Laienhafte Versuche mit Wasserstrahlen oder Insektengift provozieren heftige Abwehrreaktionen und lösen das Problem meist nicht nachhaltig, da die Königin flüchten und an versteckter Stelle neu gründen kann. Das Management ist ausschließlich Aufgabe von zertifizierten Spezialisten mit entsprechender Schutzausrüstung.

So melden Sie einen Fund:
Jedes entdeckte und sachgemäß entfernte Gründungsnest verhindert die Entstehung einer großen Kolonie im Spätsommer, die hunderte neue Königinnen hervorbringen kann! Bürger, die ein Nest oder ein verdächtiges Tier entdecken, werden gebeten, (idealerweise mit Foto) eine Meldung zu machen.
Kontakt für Fundmeldungen:
- Meldeportal: Website alb-biene.de (Wir leiten die Meldung weiter an zuständige Behörden und beraten Sie über weitere Massnahmen)
- Ansprechpartner: Herbert Gramsch Email: info-at-alb-biene.de
Gemeinsam schützen wir unsere heimische Insektenwelt!
Arbeiten mit dem VelutinaPortal 2.0
Hier werden in lockerer Folge Anleitungen zu einzelnen Schritten platziert.
22.03.2026 Anlegen eines Kontos und Anmelden
22.03.2026 Anlegen eines Locktopfes
Link zu einem Beitrag des SWR zum Thema Asiatische Hornisse
Ein Bericht des SWR vom 17.11.2025 aus einer Region, in der sich die Vespa velutina (Asiatische Hornisse) bereits gut ausgebreitet hat (Stand 2025).
Ein Vorgeschmack von dem, was uns am Hochrhein in 2026 bevorstehen wird.
Nestentfernung von drei Nestern mittels Lanze/Aktivkohle 25.09.2025
Zwei Nester in Bad Säckingen, ein Nest in Hasel wurden mittels Lanze und dem Einbringen von Aktivkohle zunächst neutralisiert, zerstört und die Tiere getötet.
Der Ablauf ist hier beschrieben, prinzipiell sind wir dreimal entsprechend vorgegangen.
- Aber natürlich ging es nicht so glatt wie in der Anleitung beschrieben. Wir haben sehr wichtige Erkenntnisse gewonnen, da jedes Nest anders war…Hier also eine lose Folge von Stichpunkten und Lösungsansätzen dazu:
- Wenn irgendmöglich, 2–3 Personen im Einsatz: 1. Person führt die Lanze durch den Baum, 2. Person steht etwas abseits und dirigiert den Kopf der Lanze (evtl. mit Sprechfunk/Earset Handy), da man im Anzug ggf. schlecht hört. 3. Person bedient Peripherie (Druckluft, Kohlebehälter, Schlauchverbindungen und bedient die Sprühpistole). Sehr gute Hilfe dürfte das WiFi-Kameraset sein, mit dem sich gut kontrollieren läßt, wo sich die Lanzenspitze gerade befindet und sich das Geschehen am Nest gut einsehen läßt.
- Anzug: Vorher ggf. Toilette aufsuchen, geht mit Anzug nicht mehr. Partnerhilfe bei Reißverschlüssen, Stulpen und Gamaschen. Bei sommerlichen Temperaturen Kragenventilator anlegen.
- XORSA-Anzug: Visier beschlägt sehr leicht, besser Chemielaborbrille und Antibeschlagspray nutzen. Helm bedingt brauchbar, da schlechte Verbindung mit Kopf, er rutscht sehr schnell vorwärts über die Augen, Arbeiten mit Sicht nach oben fast nicht möglich. Nutze künftig meinen Kletterhelm mit stabiler Riemenführung und Laborbrille.
Vor dem Einsatz Kostenübernahme ansprechen (Richtwert: 85€ / Stunde / Person)
- Bei der Kombination der Lanze mit zwei erforderlichen Verlängerungen (1. Nest war sehr hoch), war der Druckluftschlauch in Verlängerung nicht dicht zu bekommen, das hat uns ca. eine Stunde Zeit gekostet, bis eine Lösung mit Panzerband und viel Murks gefunden war. -> Unbedingt im Vorfeld die Ausrüstung kontrollieren, evtl. Schlauch mit ausreichender Länge vorab beschaffen (30m!)
- Bei Montage der Lanze sorgfältig auf Stabilität der Verbindungen achten. Da diese überstehen verhaken sie sich gerne in kleinen Ästen. Bei Künstlerpech trennt sich die Lanze und das obere Teil hängt irgendwo oben im Baum.
- Nest im unteren Bereich oder am Flugloch bis zur Mitte anstechen, mit Eintrag beginnen, des Weiteren Lanze verschieben um möglichst alle Bruttellerebenen zu erreichen.
- Während des Aktivkohleeintrags Behälter ständig leicht schütteln (Verstopfungsgefahr mit langwieriger Behebung und reichlich Sauerei…)
- Nach erster Behandlung ca. 15min warten, bis umherfliegende Tiere zum Nest zurückgekehrt sind, dann Vorgang wiederholen.
- Vor der Behandlung am Boden Plane auslegen, auf die die Tiere herabfallen (mit Haube!) Tiere zertreten und/oder mit Staubsauger einsaugen. Durch Öffnen der größeren Tiere und Ausdrücken kontrollieren, ob bzw. wie hoch die Anzahl der Jungköniginnen ist. Da auch Parallelbetrieb von Primär- und Sekundärnest möglich ist, evtl. die Königin suchen, dürfte aber sehr schwierig sein.
- Nach weiteren 15min mit der Zerstörung des Nestes beginnen. Mit dem entsprechenden Aufsatz das Nest zerreißen, am Boden liegende Trümmer zerlegen und die Wabenteller auf Stifte, Maden, Arbeiterinnen‑, Drohnen- und Königinnenzellen untersuchen. In den Teilen können sich noch sehr viele Tiere befinden! Nestgröße und ‑belegung dokumentieren (Anzahl und Durchmesser Wabenteller). So viel wie möglich vom Nest entfernen um eine Rückkehr und ein Notnest zu verhindern.
- Reste in Staubsaugerbeutel sammeln (Achtung, das nichts im Schlauch sitzt!), in Behälter verfrachten (durchsichtiger Deckel zur Kontrolle), Abtöten der Tiere (Gefriertruhe, CO2, acetonfreier Nagellackentferner, 1Liter ca. 11.-€)
- Ausrüstung reinigen, Aktivkohlereste gut beseitigen!
- Einsatz dokumentieren
Nestortung II
- mehrere Hornissen befedern
- Staffel mit mehreren Helferinnen bis zum vermuteten Neststandort
- Hornissen im Abstand frei lassen und Flugbahn in der Staffel verfolgen bis zur Nestsichtung
Nestortung I
- vier Locktöpfe einrichten
- Standorte festlegen
- Je Standort fünf Hornissen abfangen, kühlen, zeichnen (ro/ge/gr/bl/we), kühlen
- Gezeichnete Hornissen im Glas mit einem Tropfen Futtersirup zu den Standorten bringen
- Warten, bis Hornissen satt sind
- Freilassen, Stoppuhr entsprechend Farbe starten
- Zeit erfassen bis zum erneuten Auftauchen
- Auswerten der Flugzeit/Entfernung
- In Karte eintragen
Dienstag, 16.09. 2025 Bericht SWR
Die Asiatische Hornisse wird durchaus zum Problem für die Allgemeinheit.
Montag, 15.09.2025 Drehtermin Imagevideo
Beide Locktöpfe halbleer, linker Locktopf fast ausschließlich Europäische Hornisse, am rechten Locktopf erstmals einzelne Exemplare der Asiatischen Hornisse.
Sonntag, 14.09. Bienenlehrstand, Albbruck-Schachen
Nestsuche in Hänner, leider nicht ganz erfolgreich. Zwar ist das Nest bekannt, dokumentiert und fotografiert, aber leider ist (noch) nicht herauszubekommen, wer das Bild gemacht hat…
Wir versuchen über Nestentferner aus Lörrach und Wehr zu erfahren, wo sich das Nest exakt befindet um uns Gedanken über die Entfernung zu machen.
Locktöpfe beim Imkerei aufgefüllt, Kontrolle morgen, Montag 15.09.
Sonntag, 24.08. Im Kleinfeld, Albbruck-Schachen
Starker Beflug von Velutinas
- Abfliegende Tiere in zwei Richtungen: NO in Richtung Bienenstand Imkerverein, SWW in Richtung Mühlbachtal -> vermutlich zwei Nester, dafür spricht auch, dass sich immer wieder zwei Velutinas bekämpfen.
- Ausgeschmolzene Waben nach wie vor sehr attraktiv für Velutinas und Wespen
- Staubsaugerkiste — funktioniert, weitere Verbesserungen durch Abdichten des Deckels erreichbar. Zum Anschluss eines größeren Staubsaugers wird ein passender Flansch angefertigt
- Zur Information auf dem Dorffest wird eine größere Menge Velutinas eingesammelt und gemeinsam mit der Schautafel präsentiert.
- Die Erfassung der Flugzeit erfordert eine größere Anzahl an Messungen, die Zeiten weichen zu stark voneinander ab.
- Erste Erfahrungen mit der Software calcmapspro.com (Richtungs- und Entfernungsbestimmung auf Karte)
- Vermutlich durch Triangulation (drei Messrichtungen) besseres Ergebnis
- Für SSW Mühlbachtal in Albert und Hochsal
- Für NO Schachen/Albsteg und Buch/Haide
- Zeichnen der Tiere einfach und zuverlässig möglich (Video)


- Am Sportheim zwei Locktöpfe installiert (Bilder)
Nächste Schritte (Do, 28.08.)
- Einrichten transportabler Zeichenstation (kleine Kühltasche mit Kühlakkus, fünf Honiggläser, kleine Spritzflasche mit Futtersirup, Lackstifte)
- Zeichnen von fünf Velutinas, wenn möglich schon an verschiebenen Fundorten, Zeitmessungen
- Befedern von Velutinas (Erprobung)
Fr, 22.08.25
Wichtig ist, die Tiere auf knapp über dem Gefrierpunkt (ca. 3 — 4 Grad) abzukühlen, da sie sonst zu früh wieder aktiv werden. Das Zeichnen geht schon wesentlich routinierter:
- Velutina soweit aus dem Glas lassen, dass der Rand sie in der Taille festhalten kann (vorsichtig!)
- mit Lackstift Rücken zeichnen, Kopf, Fühler, Augen möglichst vermeiden
- Velutina wieder ganz unter Glas setzen und zurück in den Kühlschrank stellen
- Erst nach Trocknung (ca. 10min) Velutina zum Aufwärmen frei lassen.
- Da sie sich putzen wird, sollte die Farbe ganz trocken sein.
Ich habe nochmals 5 Tiere mit den Königinnenfarben gekennzeichnet und frei gelassen, in den nächsten Tagen sollte ein Ausmessen der Flugzeit möglich sein.
Ein Tier habe ich mit einer Fahne versehen, mit der später bei der Nestsuche das fliegende Tier besser verfolgt werden kann. Das Umhängen und Befestigen des Teflonbandes ging sehr gut, allerdings war die Velutina bis ich die Kamera parat hat schon weggeflogen.


Do, 21.08.25
Heute Abend hatten wir den ersten Velutina-Einsatz bei Irene. Dabei erhielten wir einen Vorgeschmack, was noch kommen könnte. Es waren zeitweise 10–12 Tiere gleichzeitig an der Lockstelle (Die Reste von Brutwaben haben eine außergewöhnliche Attraktivität).
Irene hatte acht Tiere gefangen und im Kühlschrank verwahrt. Das Zeichnen hat noch nicht wirklich geklappt. Bis der Lackstift genügend Farbe liefern konnte, waren die Tiere schon wieder soweit aufgewärmt, dass sie nicht mehr still halten wollten. Aufgrund der Räumlichkeiten war auch (noch) nicht zu verfolgen, wann die gezeichneten Tiere die Futterstelle verliessen und wieder zurückkamen. Eine grobe Schätzung der Entfernung war nicht möglich.
Morgen werde ich nochmals einen Versuch starten, mit etwas Übung sollte es gelingen.
Bemerkenswert:
• Die Europäische Hornisse verjagt die Asiatische vom Futterplatz
• Beide Hornissenarten sind am Futterplatz sehr friedlich
• Schutzkleidung ist nicht erforderlich (erst bei Nestentfernung!!)
• Die Asiatische läßt sich mit einem Glas gut fangen
• Die Kühlung der Hornissen muß noch verbessert werden
• Starke Völker können sich — begrenzt — schützen
Morgen steht an:
• Kühlung auf ca. 4–6 Grad, evtl. mit Eis
• Beobachtung und Kartierung der Flugrichtung
• Messen der Zeit bis zur Rückkehr
• Fähnchen an den Hornissen anbringen zu Verfolgung
• Weitere Peilorte zur Nestlokalisierung einrichten
hg

