Der Hornissendreiklang (27.05.2026)

Am Mittwoch, 17. Juni um 19:00 Uhr find­et bei der Sied­lerge­mein­schaft im Siedler­heim Hat­tel­strasse 19 in Dogern eine Infor­ma­tionsver­anstal­tung zur Ves­pa Veluti­na nigritho­rax (Gelbfußhornisse/Asiatische Hor­nisse) statt. Gartenbe­sitzer sind ger­adezu ide­al für die Beobach­tung, da auf Garten­grund­stück­en zahlre­iche Sied­lungsmöglichkeit­en beste­hen. Hier eine — unvoll­ständi­ge — Auflis­tung, wo bere­its Veluti­nas gefun­den wur­den:
Heck­en, Garten­grills, Gar­ten­truhen, Schup­pen, Dachvor­sprünge, Kanaldeck­el, Erdlöch­er, Nistkästen…
Im Vor­trag wird auch darauf einge­gan­gen, wie die Hor­nisse mit­tels Docht­töpfen erkan­nt und auf Nest­suche gegan­gen wer­den kann, wobei einige Vor­sichts­maß­nah­men getrof­fen sein müssen. Auch die Möglichkeit­en der Nes­tent­fer­nung wer­den erläutert.


Die Gelb­fußhor­nisse (Ves­pa Veluti­na nigritho­rax) ist auch bei uns in Alb­bruck und Umge­bung angekom­men. In den let­zten Wochen kon­nten unsere Mit­glieder schon zahlre­iche Exem­plare fan­gen und abtöten. Diese sind zur Zeit noch haupt­säch­lich über­win­terte König­in­nen, und jede Gefan­gene bedeutet mit Wahrschein­lichkeit ein Nest weniger. Diese König­in­nen­suche ist also eine sehr wichtige Vor­sorge­maß­nahme im Spätwin­ter und Früh­jahr!

Die Bekämp­fung der Veluti­na beste­ht im Wesentlichen aus drei Ele­menten, die aufeinan­der auf­bauen:

Der Grund­ton: Fest­stellen von Beflug

Das Mon­i­tor­ing kann zur Geduld­sprobe wer­den, da wir ja eher zufäl­lig einen Besuch erken­nen (als Rent­ner hat man ja keine Zeit, vier Stun­den am Docht­topf zu sitzen). Es kann länger dauern, bis eine Veluti­na gese­hen und erkan­nt wird. Da Fall­en nicht erlaubt sind, bleibt eigentlich nur das Beobacht­en des Docht­topfes.

Erfreulicher­weise gibt es trick­re­iche Bienen­bastler, die raf­finierte Lösun­gen veröf­fentlichen. Zwei davon haben wir in der Erprobung und auch im Prax­is­test:
Bei­de arbeit­en mit KI zur Erken­nung von Crabro oder Veluti­na, eine lokal mit einem Rasp­ber­ry Pi — Com­put­er, die andere mith­il­fe ein­er Cloud und eines kleinen Kam­er­amoduls.

Hier die Vari­ante von https://velutina-detektion.ch

Bei Sich­tung ein­er Hor­nisse entschei­det die KI ob Crabro oder Veluti­na und ver­schickt eine Email mit Bild:

Hor­nissen­mel­dung Dogern (Bienen­haus Alte Strasse)
Auf dem beige­fügten Bild wur­den am 22/05/2026 um 08:07:38 Uhr 1 Europäis­che Hornisse(n) ent­deckt.

Detek­tion­sliste seit let­ztem Mail:
08:02:37 | Europäis­che Hor­nisse: 2 90%
08:03:41 | Asi­atis­che Hor­nisse: 1 88%
08:04:37 | Europäis­che Hor­nisse: 1 86%
08:05:39 | Europäis­che Hor­nisse: 1 91%
08:06:41 | Europäis­che Hor­nisse: 1 91%

Wie man weiß, frißt die KI tüchtig Energie, weswe­gen die Soft­ware bei Dunkel­heit abschal­tet, aber den­noch braucht es eine leis­tungs­fähige Stromver­sorgung per Solarpan­el und dick­em Akku…


Eine neue Vari­ante gibt es auf der Web­site von https://hivora.eu/

Nach Ein­richt­en eines Accounts und dem Nach­bau der gut geschriebe­nen Anleitung erhält man diesen kleinen Garten’pilz’ mit Kam­era, der seine Bilder und Dat­en sowohl intern auf dem ver­baut­en Prozes­sor ESP32-S3 als auch auf einem exter­nen Serv­er analysieren und eventuelle Hor­nissen bes­tim­men kann, wodurch auch ein Offline-Betrieb mit auszule­sender Micro-SD Spe­icherkarte möglich ist. Diese Lösung ist deut­lich kostengün­stiger als die erste Vari­ante! Aber auch hier ist die Anbindung an Inter­net und der Energie­ver­brauch ein Kri­teri­um und (noch) nicht ganz gelöst und in Bear­beitung. Also, es bleibt span­nend — es tut sich viel!


Die Terz: Suchen (und hof­fentlich find­en des Nests)

Hier­für haben wir unsere ’Vogel­häuschen’ erstellt, mit dem markierte Hor­nissen beobachtet und ver­fol­gt wer­den kön­nen um die Flugzeit und damit die Ent­fer­nung und Rich­tung zu bes­tim­men, in der das Nest liegen dürfte.Diese ’Nestfind­er’ haben wir am 01.03.2026 hier vorgestellt.


Die Quint: Die Nes­tent­fer­nung

Unsere Aus­rüs­tung zur Nes­tent­fer­nung kommt von der Fir­ma VeluLance.de und wird Ende Mai geliefert. Mit der entsprechen­den Schutzaus­rüs­tung hof­fen wir, den gefun­de­nen Nestern zuleibe rück­en zu kön­nen. Alle drei gängi­gen Meth­o­d­en ste­hen uns hier­bei zur Ver­fü­gung: Wasser­dampf, Aktivkohle oder Absaugung.


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