Die Gelbfußhornisse (Vespa Velutina nigrithorax) ist auch bei uns in Albbruck und Umgebung angekommen. In den letzten Wochen konnten unsere Mitglieder schon zahlreiche Exemplare fangen und abtöten. Diese sind zur Zeit noch hauptsächlich überwinterte Königinnen, und jede Gefangene bedeutet mit Wahrscheinlichkeit ein Nest weniger. Diese Königinnensuche ist also eine sehr wichtige Vorsorgemaßnahme im Spätwinter und Frühjahr!
Die Bekämpfung der Velutina besteht im Wesentlichen aus drei Elementen, die aufeinander aufbauen:
Der Grundton: Feststellen von Beflug
Das Monitoring kann zur Geduldsprobe werden, da wir ja eher zufällig einen Besuch erkennen (als Rentner hat man ja keine Zeit, vier Stunden am Dochttopf zu sitzen). Es kann länger dauern, bis eine Velutina gesehen und erkannt wird. Da Fallen nicht erlaubt sind, bleibt eigentlich nur das Beobachten des Dochttopfes.
Erfreulicherweise gibt es trickreiche Bienenbastler, die raffinierte Lösungen veröffentlichen. Zwei davon haben wir in der Erprobung und auch im Praxistest:
Beide arbeiten mit KI zur Erkennung von Crabro oder Velutina, eine lokal mit einem Raspberry Pi — Computer, die andere mithilfe einer Cloud.
Hier die Variante von https://velutina-detektion.ch
Bei Sichtung einer Hornisse entscheidet die KI ob Crabro oder Velutina und verschickt eine Email mit Bild:
Hornissenmeldung Dogern (Bienenhaus Alte Strasse)
Auf dem beigefügten Bild wurden am 22/05/2026 um 08:07:38 Uhr 1 Europäische Hornisse(n) entdeckt.
Detektionsliste seit letztem Mail:
08:02:37 | Europäische Hornisse: 2 90%
08:03:41 | Asiatische Hornisse: 1 88%
08:04:37 | Europäische Hornisse: 1 86%
08:05:39 | Europäische Hornisse: 1 91%
08:06:41 | Europäische Hornisse: 1 91%


Wie man weiß, frißt die KI tüchtig Energie, weswegen die Software bei Dunkelheit abschaltet, aber dennoch braucht es eine leistungsfähige Stromversorgung per Solarpanel und dickem Akku…
Eine neue Variante gibt es auf der Website von https://hivora.eu/
Nach Einrichten eines Accounts und dem Nachbau der gut geschriebenen Anleitung erhält man diesen kleinen Garten’pilz’ mit Kamera, der seine Bilder und Daten an einen externen Server schicken kann, der für den Anwender die Erkennung übernimmt. Dadurch ist diese Lösung deutlich kostengünstiger als die erste Variante! Aber auch hier ist die Anbindung an Internet und der Energieverbrauch ein Kriterium. Also, es bleibt spannend — es tut sich viel!

Die Terz: Suchen (und hoffentlich finden des Nests)
Hierfür haben wir unsere ’Vogelhäuschen’ erstellt, mit dem markierte Hornissen beobachtet und verfolgt werden können um die Flugzeit und damit die Entfernung und Richtung zu bestimmen, in der das Nest liegen dürfte.Diese ’Nestfinder’ haben wir am 01.03.2026 hier vorgestellt.

Die Quint: Die Nestentfernung
Unsere Ausrüstung zur Nestentfernung kommt von der Firma VeluLance.de und wird Ende Mai geliefert. Mit der entsprechenden Schutzausrüstung hoffen wir, den gefundenen Nestern zuleibe rücken zu können. Alle drei gängigen Methoden stehen uns hierbei zur Verfügung: Wasserdampf, Aktivkohle oder Absaugung.






