Wie wir mit der Asiatischen Hornisse umgehen
Unsere Aktivitäten und die nächsten geplanten Schritte
Nächste Schritte:
Nestortung II
- mehrere Hornissen befedern
- Staffel mit mehreren Helferinnen bis zum vermuteten Neststandort
- Hornissen im Abstand frei lassen und Flugbahn in der Staffel verfolgen bis zur Nestsichtung
Nestortung I
- vier Locktöpfe einrichten
- Standorte festlegen
- Je Standort fünf Hornissen abfangen, kühlen, zeichnen (ro/ge/gr/bl/we), kühlen
- Gezeichnete Hornissen im Glas mit einem Tropfen Futtersirup zu den Standorten bringen
- Warten, bis Hornissen satt sind
- Freilassen, Stoppuhr entsprechend Farbe starten
- Zeit erfassen bis zum erneuten Auftauchen
- Auswerten der Flugzeit/Entfernung
- In Karte eintragen
Sonntag, 24.08. Im Kleinfeld, Albbruck-Schachen
Starker Beflug von Velutinas
- Abfliegende Tiere in zwei Richtungen: NO in Richtung Bienenstand Imkerverein, SWW in Richtung Mühlbachtal -> vermutlich zwei Nester, dafür spricht auch, dass sich immer wieder zwei Velutinas bekämpfen.
- Ausgeschmolzene Waben nach wie vor sehr attraktiv für Velutinas und Wespen
- Staubsaugerkiste — funktioniert, weitere Verbesserungen durch Abdichten des Deckels erreichbar. Zum Anschluss eines größeren Staubsaugers wird ein passender Flansch angefertigt
- Zur Information auf dem Dorffest wird eine größere Menge Velutinas eingesammelt und gemeinsam mit der Schautafel präsentiert.
- Die Erfassung der Flugzeit erfordert eine größere Anzahl an Messungen, die Zeiten weichen zu stark voneinander ab.
- Erste Erfahrungen mit der Software calcmapspro.com (Richtungs- und Entfernungsbestimmung auf Karte)
- Vermutlich durch Triangulation (drei Messrichtungen) besseres Ergebnis
- Für SSW Mühlbachtal in Albert und Hochsal
- Für NO Schachen/Albsteg und Buch/Haide
- Zeichnen der Tiere einfach und zuverlässig möglich (Video)


- Am Sportheim zwei Locktöpfe installiert (Bilder)
Nächste Schritte (Do, 28.08.)
- Einrichten transportabler Zeichenstation (kleine Kühltasche mit Kühlakkus, fünf Honiggläser, kleine Spritzflasche mit Futtersirup, Lackstifte)
- Zeichnen von fünf Velutinas, wenn möglich schon an verschiebenen Fundorten, Zeitmessungen
- Befedern von Velutinas (Erprobung)
Fr, 22.08.25
Wichtig ist, die Tiere auf knapp über dem Gefrierpunkt (ca. 3 — 4 Grad) abzukühlen, da sie sonst zu früh wieder aktiv werden. Das Zeichnen geht schon wesentlich routinierter:
- Velutina soweit aus dem Glas lassen, dass der Rand sie in der Taille festhalten kann (vorsichtig!)
- mit Lackstift Rücken zeichnen, Kopf, Fühler, Augen möglichst vermeiden
- Velutina wieder ganz unter Glas setzen und zurück in den Kühlschrank stellen
- Erst nach Trocknung (ca. 10min) Velutina zum Aufwärmen frei lassen.
- Da sie sich putzen wird, sollte die Farbe ganz trocken sein.
Ich habe nochmals 5 Tiere mit den Königinnenfarben gekennzeichnet und frei gelassen, in den nächsten Tagen sollte ein Ausmessen der Flugzeit möglich sein.
Ein Tier habe ich mit einer Fahne versehen, mit der später bei der Nestsuche das fliegende Tier besser verfolgt werden kann. Das Umhängen und Befestigen des Teflonbandes ging sehr gut, allerdings war die Velutina bis ich die Kamera parat hat schon weggeflogen.


Do, 21.08.25
Heute Abend hatten wir den ersten Velutina-Einsatz bei Irene. Dabei erhielten wir einen Vorgeschmack, was noch kommen könnte. Es waren zeitweise 10–12 Tiere gleichzeitig an der Lockstelle (Die Reste von Brutwaben haben eine außergewöhnliche Attraktivität).
Irene hatte acht Tiere gefangen und im Kühlschrank verwahrt. Das Zeichnen hat noch nicht wirklich geklappt. Bis der Lackstift genügend Farbe liefern konnte, waren die Tiere schon wieder soweit aufgewärmt, dass sie nicht mehr still halten wollten. Aufgrund der Räumlichkeiten war auch (noch) nicht zu verfolgen, wann die gezeichneten Tiere die Futterstelle verliessen und wieder zurückkamen. Eine grobe Schätzung der Entfernung war nicht möglich.
Morgen werde ich nochmals einen Versuch starten, mit etwas Übung sollte es gelingen.
Bemerkenswert:
• Die Europäische Hornisse verjagt die Asiatische vom Futterplatz
• Beide Hornissenarten sind am Futterplatz sehr friedlich
• Schutzkleidung ist nicht erforderlich (erst bei Nestentfernung!!)
• Die Asiatische läßt sich mit einem Glas gut fangen
• Die Kühlung der Hornissen muß noch verbessert werden
• Starke Völker können sich — begrenzt — schützen
Morgen steht an:
• Kühlung auf ca. 4–6 Grad, evtl. mit Eis
• Beobachtung und Kartierung der Flugrichtung
• Messen der Zeit bis zur Rückkehr
• Fähnchen an den Hornissen anbringen zu Verfolgung
• Weitere Peilorte zur Nestlokalisierung einrichten
hg