Velutina-Blog 2026

Wie wir mit der Asi­atis­chen Hor­nisse umge­hen

Alle unsere Aktiv­itäten in Zusam­men­hang mit der Ves­pa veluti­na nigritho­rax

Sichtung / Nest der Velutina melden (Land und Nestentferner Albbruck)


Unsere Nestentferner


Der Hornissendreiklang (27.05.2026)

Am Mittwoch, 17. Juni um 19:00 Uhr find­et bei der Sied­lerge­mein­schaft im Siedler­heim Hat­tel­strasse 19 in Dogern eine Infor­ma­tionsver­anstal­tung zur Ves­pa Veluti­na nigritho­rax (Gelbfußhornisse/Asiatische Hor­nisse) statt. Gartenbe­sitzer sind ger­adezu ide­al für die Beobach­tung, da auf Garten­grund­stück­en zahlre­iche Sied­lungsmöglichkeit­en beste­hen. Hier eine — unvoll­ständi­ge — Auflis­tung, wo bere­its Veluti­nas gefun­den wur­den:
Heck­en, Garten­grills, Gar­ten­truhen, Schup­pen, Dachvor­sprünge, Kanaldeck­el, Erdlöch­er, Nistkästen…
Im Vor­trag wird auch darauf einge­gan­gen, wie die Hor­nisse mit­tels Docht­töpfen erkan­nt und auf Nest­suche gegan­gen wer­den kann, wobei einige Vor­sichts­maß­nah­men getrof­fen sein müssen. Auch die Möglichkeit­en der Nes­tent­fer­nung wer­den erläutert.


Die Gelb­fußhor­nisse (Ves­pa Veluti­na nigritho­rax) ist auch bei uns in Alb­bruck und Umge­bung angekom­men. In den let­zten Wochen kon­nten unsere Mit­glieder schon zahlre­iche Exem­plare fan­gen und abtöten. Diese sind zur Zeit noch haupt­säch­lich über­win­terte König­in­nen, und jede Gefan­gene bedeutet mit Wahrschein­lichkeit ein Nest weniger. Diese König­in­nen­suche ist also eine sehr wichtige Vor­sorge­maß­nahme im Spätwin­ter und Früh­jahr!

Die Bekämp­fung der Veluti­na beste­ht im Wesentlichen aus drei Ele­menten, die aufeinan­der auf­bauen:

Der Grund­ton: Fest­stellen von Beflug

Das Mon­i­tor­ing kann zur Geduld­sprobe wer­den, da wir ja eher zufäl­lig einen Besuch erken­nen (als Rent­ner hat man ja keine Zeit, vier Stun­den am Docht­topf zu sitzen). Es kann länger dauern, bis eine Veluti­na gese­hen und erkan­nt wird. Da Fall­en nicht erlaubt sind, bleibt eigentlich nur das Beobacht­en des Docht­topfes.

Erfreulicher­weise gibt es trick­re­iche Bienen­bastler, die raf­finierte Lösun­gen veröf­fentlichen. Zwei davon haben wir in der Erprobung und auch im Prax­is­test:
Bei­de arbeit­en mit KI zur Erken­nung von Crabro oder Veluti­na, eine lokal mit einem Rasp­ber­ry Pi — Com­put­er, die andere mith­il­fe ein­er Cloud und eines kleinen Kam­er­amoduls.

Hier die Vari­ante von https://velutina-detektion.ch

Bei Sich­tung ein­er Hor­nisse entschei­det die KI ob Crabro oder Veluti­na und ver­schickt eine Email mit Bild:

Hor­nissen­mel­dung Dogern (Bienen­haus Alte Strasse)
Auf dem beige­fügten Bild wur­den am 22/05/2026 um 08:07:38 Uhr 1 Europäis­che Hornisse(n) ent­deckt.

Detek­tion­sliste seit let­ztem Mail:
08:02:37 | Europäis­che Hor­nisse: 2 90%
08:03:41 | Asi­atis­che Hor­nisse: 1 88%
08:04:37 | Europäis­che Hor­nisse: 1 86%
08:05:39 | Europäis­che Hor­nisse: 1 91%
08:06:41 | Europäis­che Hor­nisse: 1 91%

Wie man weiß, frißt die KI tüchtig Energie, weswe­gen die Soft­ware bei Dunkel­heit abschal­tet, aber den­noch braucht es eine leis­tungs­fähige Stromver­sorgung per Solarpan­el und dick­em Akku…


Eine neue Vari­ante gibt es auf der Web­site von https://hivora.eu/

Nach Ein­richt­en eines Accounts und dem Nach­bau der gut geschriebe­nen Anleitung erhält man diesen kleinen Garten’pilz’ mit Kam­era, der seine Bilder und Dat­en sowohl intern auf dem ver­baut­en Prozes­sor ESP32-S3 als auch auf einem exter­nen Serv­er analysieren und eventuelle Hor­nissen bes­tim­men kann, wodurch auch ein Offline-Betrieb mit auszule­sender Micro-SD Spe­icherkarte möglich ist. Diese Lösung ist deut­lich kostengün­stiger als die erste Vari­ante! Aber auch hier ist die Anbindung an Inter­net und der Energie­ver­brauch ein Kri­teri­um und (noch) nicht ganz gelöst und in Bear­beitung. Also, es bleibt span­nend — es tut sich viel!

Die Terz: Suchen (und hof­fentlich find­en des Nests)

Hier­für haben wir unsere ’Vogel­häuschen’ erstellt, mit dem markierte Hor­nissen beobachtet und ver­fol­gt wer­den kön­nen um die Flugzeit und damit die Ent­fer­nung und Rich­tung zu bes­tim­men, in der das Nest liegen dürfte.Diese ’Nestfind­er’ haben wir am 01.03.2026 hier vorgestellt.

Nestfind­er — ’Vogel­häuschen’

Die Quint: Die Nes­tent­fer­nung

Unsere Aus­rüs­tung zur Nes­tent­fer­nung kommt von der Fir­ma VeluLance.de und wird Ende Mai geliefert. Mit der entsprechen­den Schutzaus­rüs­tung hof­fen wir, den gefun­de­nen Nestern zuleibe rück­en zu kön­nen. Alle drei gängi­gen Meth­o­d­en ste­hen uns hier­bei zur Ver­fü­gung: Wasser­dampf, Aktivkohle oder Absaugung.


Hightech, KI und die Velutina… (18.03.2026)


Zugegeben, auch der Web­mas­ter der alb-biene tut sich noch etwas schw­er mit dem Durch­stieg der vie­len Möglichkeit­en, aber nach­dem ein Teil der umfan­gre­ichen Vorar­beit­en getan ist, zeigen sich allmäh­lich die vie­len Vorteile dieses Sys­tems. Bei Neuigkeit­en wer­den die Mit­glieder des Imk­ervere­ins Alb­bruck-Dogern aus­führlich informiert.

Im Dreik­lang Suchen — Find­en — Ent­fer­nen bildet der Bere­ich Suchen noch die Unklarheit, dass erst­mal Hor­nissen gesichtet, markiert und Zeit­en gemessen wer­den müssen, bevor ein Nest unge­fähr berech­net wer­den kann.

In Zusam­me­nar­beit mit dem ’Vogel­häuschen’ — Nestfind­er aus dem let­zten Beitrag läßt sich ein Puz­zleteil mehr ein­passen: Die Flugzeit­en von Hor­nissen kön­nen automa­tisiert erfasst wer­den, sowohl von ’gemütlichen’ als auch von ’sportlichen’ Exem­plaren. Haben die Tiere ihren QR-Tag auf dem Rück­en kön­nen sie etliche doku­men­tierte Flüge zwis­chen Lock­topf und Nest vornehmen. Da mit drei Sta­tio­nen gear­beit­et wer­den kann, bekom­men wir so sehr viel mehr Infor­ma­tion.

Wird im näch­sten Schritt mit dem Veluti­na­Por­tal die Flu­grich­tung einge­tra­gen entste­ht ein ziem­lich genau umris­senes Gebi­et, in dem ver­mut­lich das Nest zu find­en ist.

Das Veluti­na­Por­tal organ­isiert Teams und kann den Mit­gliedern Lock­töpfe zuord­nen so dass hof­fentlich ein wach­sendes Net­zw­erk an Beobachtern und Meldern entste­ht.


Erste Jungköniginnen der Vespa Velutina gesichtet! (04.02.2026)

Beson­deres Augen­merk gilt Holzstapeln mit Brennholz und generell allen Arbeit­en mit Holz und Stäm­men. Auch erste Garte­nar­beit­en bitte mit großer Aufmerk­samkeit durch­führen und Tiere melden und auss­chal­ten. (Aber bitte nur Ves­pa Veluti­na!). Ins­beson­dere dort acht­geben, wo im let­zten Jahr ein Nest gese­hen wurde — oder jet­zt noch das aus­gestor­bene Sekundärnest im Baum hängt. Im Umkreis von ca. 250m ist mit Jungkönig­in­nen in Win­ter­ruhe zu rech­nen! Später, wenn sie wach sind und auf Nest­grün­dung gehen, kön­nen sie beträchtlich Ent­fer­nun­gen zurück­le­gen.
Also: jet­zt sind die Erfolge am Nach­haltig­sten. Jede gefun­dene Jungköni­gin erspart uns viele Prob­leme und Arbeit!

Im Hotzen­wald find­et sich zur Zeit eine Gruppe von Per­so­n­en, die sich zur Nest­suche und ‑ent­fer­nung zusam­men­schliessen. Wis­sen wird aus­ge­tauscht, Mate­ri­alien und Beratung sind in Vor­bere­itung. Und natür­lich freuen wir uns über weit­ere Mit­stre­i­t­erIn­nen.


Versteckte Anfänge: Warum der Blick unter den Dachvorsprung jetzt den Sommer rettet (19.01.2026)

Während die Natur im Juni voll erblüht, fes­tigt eine inva­sive Art ihre Präsenz in unser­er Region: Die Asi­atis­che Hor­nisse (Ves­pa veluti­na). Bevor die Völk­er im Hochsom­mer in die Baumwipfel abwan­dern, bauen sie kleine „Primärnester“ in Boden­nähe. Der Imk­ervere­in Alb­bruck ruft nun die Bevölkerung zur aktiv­en Mith­il­fe auf – denn wer jet­zt genau hin­schaut, leis­tet einen entschei­den­den Beitrag zum Arten­schutz. Die Asi­atis­che Hor­nisse ist gekom­men, um zu bleiben. Doch wie stark sie sich aus­bre­it­et, hängt maßge­blich davon ab, wie früh ihre Nester ent­deckt wer­den. Bere­its jet­zt, im Jan­u­ar wer­den erste König­in­nen gesichtet, vorzugsweise an Stellen, in denen sich schon im Vor­jahr Nester befun­den haben. Im Früh­jahr befind­et sich die Entwick­lung der Kolonien in ein­er kri­tis­chen Phase: Die aus dem Win­ter­schlaf erwacht­en König­in­nen haben ihre ersten Arbei­t­erin­nen aufge­zo­gen. Die noch kleinen Völk­er bewohnen nun soge­nan­nte Primärnester.

Suche in Augen­höhe

„Diese ersten Nester sind zu diesem Zeit­punkt noch klein, etwa so groß wie ein Ten­nis­ball oder eine Grape­fruit“, erk­lärt Her­bert Gram­sch, Fachkraft für Mon­i­tor­ing und Bekämp­fung der Asi­atis­chen Hor­nisse. Das Beson­dere: Im Gegen­satz zu den späteren, riesi­gen Sekundärnestern, die meist in über 20 Metern Höhe in Baumkro­nen hän­gen, befind­en sich die Primärnestern oft an geschützten, vom Men­schen geschaf­fe­nen Stellen oder in niedriger Veg­e­ta­tion.

Typ­is­che Fun­dorte, an denen jed­er fündig wer­den kön­nte, sind:

  • Geschützte Nis­chen: Unter Dachvor­sprün­gen von Garten­hüt­ten, Car­ports oder auf Dachbö­den.
  • Hohlräume: In ungenutzten Nistkästen, Gar­ten­truhen oder hin­ter Fas­saden­verklei­dun­gen.
  • Niedriges Gebüsch: In dicht­en Heck­en oder Sträuch­ern, oft in Augen­höhe.

Erken­nungsmerk­male: Dun­kler Kör­p­er, gelbe Beine

Um Ver­wech­slun­gen mit der streng geschützten heimis­chen Hor­nisse (Ves­pa crabro) zu ver­mei­den, hil­ft ein genauer Blick auf die Optik. Die Asi­atis­che Hor­nisse ist etwas klein­er und wirkt ins­ge­samt deut­lich dun­kler. Ihr Kör­p­er ist fast schwarz, mit ein­er bre­it­en orange-gel­ben Binde am Ende des Hin­ter­leibs. Das markan­teste Merk­mal sind jedoch die Beine: Diese sind an den Spitzen leuch­t­end gelb gefärbt – als trage das Insekt „gelbe Sock­en“.

Wichtige Sicher­heit­shin­weise: Beobacht­en, nicht ein­greifen

Der Umgang mit der inva­siv­en Art erfordert Sachver­stand. Die Experten beto­nen dabei eine wichtige Unter­schei­dung im Ver­hal­ten der Tiere:

  • Außer­halb des Nestes: Auf der Suche nach Nek­tar oder Beute ist die Asi­atis­che Hor­nisse generell sehr fried­fer­tig und eher scheu. Einzel­sich­tun­gen an Blüten oder im Garten sind kein Grund zur Besorg­nis; die Tiere kön­nen hier meist in Ruhe beobachtet und fotografiert wer­den.

Wichtig: Nester dür­fen unter keinen Umstän­den in Eigen­regie ent­fer­nt wer­den! Laien­hafte Ver­suche mit Wasser­strahlen oder Insek­tengift provozieren heftige Abwehrreak­tio­nen und lösen das Prob­lem meist nicht nach­haltig, da die Köni­gin flücht­en und an ver­steck­ter Stelle neu grün­den kann. Das Man­age­ment ist auss­chließlich Auf­gabe von zer­ti­fizierten Spezial­is­ten mit entsprechen­der Schutzaus­rüs­tung.

So melden Sie einen Fund:

Jedes ent­deck­te und sachgemäß ent­fer­nte Grün­dungsnest ver­hin­dert die Entste­hung ein­er großen Kolonie im Spät­som­mer, die hun­derte neue König­in­nen her­vor­brin­gen kann! Bürg­er, die ein Nest oder ein verdächtiges Tier ent­deck­en, wer­den gebeten, (ide­al­er­weise mit Foto) eine Mel­dung zu machen.

Kon­takt für Fund­mel­dun­gen:

  • Ansprech­part­ner: Her­bert Gram­sch Email: info-at-alb-biene.de

Gemein­sam schützen wir unsere heimis­che Insek­ten­welt!


Arbeiten mit dem VelutinaPortal 2.0

Hier wer­den in lock­er­er Folge Anleitun­gen zu einzel­nen Schrit­ten platziert.

22.03.2026 Anle­gen eines Kon­tos und Anmelden

22.03.2026 Anle­gen eines Lock­topfes



Link zu einem Beitrag des SWR zum The­ma Asi­atis­che Hor­nisse

Ein Bericht des SWR vom 17.11.2025 aus ein­er Region, in der sich die Ves­pa veluti­na (Asi­atis­che Hor­nisse) bere­its gut aus­ge­bre­it­et hat (Stand 2025).
Ein Vorgeschmack von dem, was uns am Hochrhein in 2026 bevorste­hen wird.


Nes­tent­fer­nung von drei Nestern mit­tels Lanze/Aktivkohle 25.09.2025

Zwei Nester in Bad Säckin­gen, ein Nest in Hasel wur­den mit­tels Lanze und dem Ein­brin­gen von Aktivkohle zunächst neu­tral­isiert, zer­stört und die Tiere getötet.

Der Ablauf ist hier beschrieben, prinzip­iell sind wir dreimal entsprechend vorge­gan­gen.

  • Aber natür­lich ging es nicht so glatt wie in der Anleitung beschrieben. Wir haben sehr wichtige Erken­nt­nisse gewon­nen, da jedes Nest anders war…Hier also eine lose Folge von Stich­punk­ten und Lösungsan­sätzen dazu:
  • Wenn irgend­möglich, 2–3 Per­so­n­en im Ein­satz: 1. Per­son führt die Lanze durch den Baum, 2. Per­son ste­ht etwas abseits und dirigiert den Kopf der Lanze (evtl. mit Sprechfunk/Earset Handy), da man im Anzug ggf. schlecht hört. 3. Per­son bedi­ent Periph­erie (Druck­luft, Kohle­be­häl­ter, Schlauchverbindun­gen und bedi­ent die Sprüh­pis­tole). Sehr gute Hil­fe dürfte das WiFi-Kam­eraset sein, mit dem sich gut kon­trol­lieren läßt, wo sich die Lanzen­spitze ger­ade befind­et und sich das Geschehen am Nest gut ein­se­hen läßt.
  • Anzug: Vorher ggf. Toi­lette auf­suchen, geht mit Anzug nicht mehr. Part­ner­hil­fe bei Reißver­schlüssen, Stulpen und Gam­aschen. Bei som­mer­lichen Tem­per­a­turen Kra­gen­ven­ti­la­tor anle­gen.
     
  • XOR­SA-Anzug: Visi­er beschlägt sehr leicht, bess­er Chemielabor­brille und Antibeschlagspray nutzen. Helm bed­ingt brauch­bar, da schlechte Verbindung mit Kopf, er rutscht sehr schnell vor­wärts über die Augen, Arbeit­en mit Sicht nach oben fast nicht möglich. Nutze kün­ftig meinen Klet­ter­helm mit sta­bil­er Riemen­führung und Labor­brille.

Vor dem Ein­satz Kostenüber­nahme ansprechen (Richtwert: 85€ / Stunde / Per­son)

  • Bei der Kom­bi­na­tion der Lanze mit zwei erforder­lichen Ver­längerun­gen (1. Nest war sehr hoch), war der Druck­luftschlauch in Ver­längerung nicht dicht zu bekom­men, das hat uns ca. eine Stunde Zeit gekostet, bis eine Lösung mit Panzer­band und viel Murks gefun­den war. -> Unbe­d­ingt im Vor­feld die Aus­rüs­tung kon­trol­lieren, evtl. Schlauch mit aus­re­ichen­der Länge vor­ab beschaf­fen (30m!)
  • Bei Mon­tage der Lanze sorgfältig auf Sta­bil­ität der Verbindun­gen acht­en. Da diese über­ste­hen ver­hak­en sie sich gerne in kleinen Ästen. Bei Kün­stler­pech tren­nt sich die Lanze und das obere Teil hängt irgend­wo oben im Baum.
  • Nest im unteren Bere­ich oder am Flu­gloch bis zur Mitte anstechen, mit Ein­trag begin­nen, des Weit­eren Lanze ver­schieben um möglichst alle Brut­tellerebe­nen zu erre­ichen.
  • Während des Aktivkohleein­trags Behäl­ter ständig leicht schüt­teln (Ver­stop­fungs­ge­fahr mit lang­wieriger Behe­bung und reich­lich Sauerei…)
  • Nach erster Behand­lung ca. 15min warten, bis umher­fliegende Tiere zum Nest zurück­gekehrt sind, dann Vor­gang wieder­holen.
  • Vor der Behand­lung am Boden Plane ausle­gen, auf die die Tiere her­ab­fall­en (mit Haube!) Tiere zertreten und/oder mit Staub­sauger ein­saugen. Durch Öff­nen der größeren Tiere und Aus­drück­en kon­trol­lieren, ob bzw. wie hoch die Anzahl der Jungkönig­in­nen ist. Da auch Par­al­lel­be­trieb von Primär- und Sekundärnest möglich ist, evtl. die Köni­gin suchen, dürfte aber sehr schwierig sein.
  • Nach weit­eren 15min mit der Zer­störung des Nestes begin­nen. Mit dem entsprechen­den Auf­satz das Nest zer­reißen, am Boden liegende Trüm­mer zer­legen und die Waben­teller auf Stifte, Maden, Arbeiterinnen‑, Drohnen- und König­in­nen­zellen unter­suchen. In den Teilen kön­nen sich noch sehr viele Tiere befind­en! Nest­größe und ‑bele­gung doku­men­tieren (Anzahl und Durchmess­er Waben­teller). So viel wie möglich vom Nest ent­fer­nen um eine Rück­kehr und ein Notnest zu ver­hin­dern.
  • Reste in Staub­sauger­beu­tel sam­meln (Achtung, das nichts im Schlauch sitzt!), in Behäl­ter ver­fracht­en (durch­sichtiger Deck­el zur Kon­trolle), Abtöten der Tiere (Gefriertruhe, CO2, ace­ton­freier Nag­el­lack­ent­fern­er, 1Liter ca. 11.-€)
  • Aus­rüs­tung reini­gen, Aktivkohlereste gut beseit­i­gen!
  • Ein­satz doku­men­tieren


Nestor­tung II

  • mehrere Hor­nissen befed­ern
  • Staffel mit mehreren Helferin­nen bis zum ver­muteten Nest­stan­dort
  • Hor­nissen im Abstand frei lassen und Flug­bahn in der Staffel ver­fol­gen bis zur Nest­sich­tung

Nestor­tung I

  • vier Lock­töpfe ein­richt­en
  • Stan­dorte fes­tle­gen
  • Je Stan­dort fünf Hor­nissen abfan­gen, kühlen, zeich­nen (ro/ge/gr/bl/we), kühlen
  • Geze­ich­nete Hor­nissen im Glas mit einem Tropfen Fut­ter­sirup zu den Stan­dorten brin­gen
  • Warten, bis Hor­nissen satt sind
  • Freilassen, Stop­puhr entsprechend Farbe starten
  • Zeit erfassen bis zum erneuten Auf­tauchen
  • Auswerten der Flugzeit/Entfernung
  • In Karte ein­tra­gen

Dien­stag, 16.09. 2025 Bericht SWR

Die Asi­atis­che Hor­nisse wird dur­chaus zum Prob­lem für die All­ge­mein­heit.


Mon­tag, 15.09.2025 Drehter­min Imagev­ideo

Bei­de Lock­töpfe hal­bleer, link­er Lock­topf fast auss­chließlich Europäis­che Hor­nisse, am recht­en Lock­topf erst­mals einzelne Exem­plare der Asi­atis­chen Hor­nisse.


Son­ntag, 14.09. Bienen­lehr­stand, Alb­bruck-Schachen

Nest­suche in Hän­ner, lei­der nicht ganz erfol­gre­ich. Zwar ist das Nest bekan­nt, doku­men­tiert und fotografiert, aber lei­der ist (noch) nicht her­auszubekom­men, wer das Bild gemacht hat…
Wir ver­suchen über Nes­tent­fern­er aus Lör­rach und Wehr zu erfahren, wo sich das Nest exakt befind­et um uns Gedanken über die Ent­fer­nung zu machen.

Lock­töpfe beim Imk­erei aufge­füllt, Kon­trolle mor­gen, Mon­tag 15.09.


Son­ntag, 24.08. Im Kle­in­feld, Alb­bruck-Schachen

Stark­er Beflug von Veluti­nas

  • Abfliegende Tiere in zwei Rich­tun­gen: NO in Rich­tung Bienen­stand Imk­ervere­in, SWW in Rich­tung Mühlbach­tal -> ver­mut­lich zwei Nester, dafür spricht auch, dass sich immer wieder zwei Veluti­nas bekämpfen.
  • Aus­geschmolzene Waben nach wie vor sehr attrak­tiv für Veluti­nas und Wespen
  • Staub­saugerk­iste — funk­tion­iert, weit­ere Verbesserun­gen durch Abdicht­en des Deck­els erre­ich­bar. Zum Anschluss eines größeren Staub­saugers wird ein passender Flan­sch ange­fer­tigt
  • Zur Infor­ma­tion auf dem Dorffest wird eine größere Menge Veluti­nas einge­sam­melt und gemein­sam mit der Schautafel präsen­tiert.
  • Die Erfas­sung der Flugzeit erfordert eine größere Anzahl an Mes­sun­gen, die Zeit­en weichen zu stark voneinan­der ab.
  • Erste Erfahrun­gen mit der Soft­ware calcmapspro.com (Rich­tungs- und Ent­fer­nungs­bes­tim­mung auf Karte)
  • Ver­mut­lich durch Tri­an­gu­la­tion (drei Mess­rich­tun­gen) besseres Ergeb­nis
  • Für SSW Mühlbach­tal in Albert und Hochsal
  • Für NO Schachen/Albsteg und Buch/Haide
  • Zeich­nen der Tiere ein­fach und zuver­läs­sig möglich (Video)
  • Am Sportheim zwei Lock­töpfe instal­liert (Bilder)

Näch­ste Schritte (Do, 28.08.)

  • Ein­richt­en trans­portabler Zeichen­sta­tion (kleine Kühltasche mit Küh­lakkus, fünf Honig­gläs­er, kleine Spritzflasche mit Fut­ter­sirup, Lack­s­tifte)
  • Zeich­nen von fünf Veluti­nas, wenn möglich schon an ver­schiebe­nen Fun­dorten, Zeitmes­sun­gen
  • Befed­ern von Veluti­nas (Erprobung)

Fr, 22.08.25

Wichtig ist, die Tiere auf knapp über dem Gefrier­punkt (ca. 3 — 4 Grad) abzukühlen, da sie son­st zu früh wieder aktiv wer­den. Das Zeich­nen geht schon wesentlich rou­tiniert­er:

  1. Veluti­na soweit aus dem Glas lassen, dass der Rand sie in der Taille fes­thal­ten kann (vor­sichtig!)
  2. mit Lack­s­tift Rück­en zeich­nen, Kopf, Füh­ler, Augen möglichst ver­mei­den
  3. Veluti­na wieder ganz unter Glas set­zen und zurück in den Kühlschrank stellen
  4. Erst nach Trock­nung (ca. 10min) Veluti­na zum Aufwär­men frei lassen.
  5. Da sie sich putzen wird, sollte die Farbe ganz trock­en sein.

Ich habe nochmals 5 Tiere mit den König­in­nen­far­ben gekennze­ich­net und frei gelassen, in den näch­sten Tagen sollte ein Ausmessen der Flugzeit möglich sein.
Ein Tier habe ich mit ein­er Fahne verse­hen, mit der später bei der Nest­suche das fliegende Tier bess­er ver­fol­gt wer­den kann. Das Umhän­gen und Befes­ti­gen des Teflon­ban­des ging sehr gut, allerd­ings war die Veluti­na bis ich die Kam­era parat hat schon wegge­flo­gen.


Do, 21.08.25

Heute Abend hat­ten wir den ersten Veluti­na-Ein­satz bei Irene. Dabei erhiel­ten wir einen Vorgeschmack, was noch kom­men kön­nte. Es waren zeitweise 10–12 Tiere gle­ichzeit­ig an der Lock­stelle (Die Reste von Brut­waben haben eine außergewöhn­liche Attrak­tiv­ität).

Irene hat­te acht Tiere gefan­gen und im Kühlschrank ver­wahrt. Das Zeich­nen hat noch nicht wirk­lich geklappt. Bis der Lack­s­tift genü­gend Farbe liefern kon­nte, waren die Tiere schon wieder soweit aufgewärmt, dass sie nicht mehr still hal­ten woll­ten. Auf­grund der Räum­lichkeit­en war auch (noch) nicht zu ver­fol­gen, wann die geze­ich­neten Tiere die Fut­ter­stelle ver­liessen und wieder zurück­ka­men. Eine grobe Schätzung der Ent­fer­nung war nicht möglich.

Mor­gen werde ich nochmals einen Ver­such starten, mit etwas Übung sollte es gelin­gen.
Bemerkenswert:
•⁠ ⁠Die Europäis­che Hor­nisse ver­jagt die Asi­atis­che vom Fut­ter­platz
•⁠ ⁠⁠Bei­de Hor­nisse­narten sind am Fut­ter­platz sehr friedlich
•⁠ ⁠⁠Schutzk­lei­dung ist nicht erforder­lich (erst bei Nes­tent­fer­nung!!)
•⁠ ⁠⁠Die Asi­atis­che läßt sich mit einem Glas gut fan­gen
•⁠ ⁠⁠Die Küh­lung der Hor­nissen muß noch verbessert wer­den
•⁠ ⁠⁠Starke Völk­er kön­nen sich — begren­zt — schützen

Mor­gen ste­ht an:
•⁠ ⁠Küh­lung auf ca. 4–6 Grad, evtl. mit Eis
•⁠ ⁠⁠Beobach­tung und Kartierung der Flu­grich­tung
•⁠ ⁠⁠Messen der Zeit bis zur Rück­kehr
•⁠ ⁠⁠Fäh­nchen an den Hor­nissen anbrin­gen zu Ver­fol­gung
•⁠ ⁠⁠Weit­ere Peilorte zur Nest­lokalisierung ein­richt­en
hg